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Ansprechpartner:

ÜL Kinder u. Jugendliche

Peter Gutjahr, Tel: 0151-26455916

Trainingszeit: Mo, 17:00 - 18:30 Uhr

 

ÜL Erwachsene

Thomas Uhlig, Tel: 03641-422317

Trainingszeit: Mo, 18:00 - 20:00 Uhr

 

 


Die Entwicklung des Kanu-Slaloms ab 1949 in Deutschland



1953 Bezirksmeisterschaften Burgauer Wehr


1961 Deutsche Meisterschaften Burgauer Wehr

Grundgedanke des Kanu-Slaloms ist die Bootsbeherrschung im Wildwasser.

Die Wettkampfstrecke ist mit natürlichen und künstlichen Hindernissen ausgesteckt. In den Anfangsjahren waren die künstlichen Hindernisse mit Torstangen nach den internationalen Seefahrtsfarben rotweiß und grünweiß ausgehängt. Die Tormindestbreite betrug 95 cm. Es gab die unterschiedlichsten Kombinationen, Quer-, Längs , Schrägtore Wenden und Schlingen sowie Barrieren und Schwanenhälse. Mindestens ein Rückwärtstor musste dabei sein. Für eine fehlerfreie Durchfahrt musste das Boot vollständig bis zum Heck ohne Berührung der Torstäbe das Tor passieren. Gewertet wurde die bessere Fahrt von 2 Durchgängen, d.h. Fahrzeit plus Summe der Strafpunkte. Es wurden sehr hohe Strafpunkte bei der Berührung des Stabes (10) oder der Torauslassung (100) gegeben. Dadurch wurde der Wettkämpfer zu einem einwandfreien Befahren der Strecke erzogen.

Ab 1949 wurden Weltmeisterschaften in diesem Sport ausgetragen.

In der ehem. DDR waren Hochburgen des Kanu-Slalom Zwickau, Dresden, Leipzig, Halle, Dessau und Jena. Berühmte Wettkampfstrecken waren in Zwickau die Zwickauer Mulde, in Jena das Wehr in Burgau, das Steinicht (Weise Elster), das Wehr in Kahla, der Rabenauer Grund (Wilde Weißeritz) sowie die Bode bei Tale und Altenbrak.

Als Bootsmaterial waren anfänglich das Faltboot mit einer Länge von 4,50 m und 60 cm Breite von der Firma Thiele Leipzig und einer verbesserten Form von Hartung (Halle) in Gebrauch. 1952 wurden auch spezielle Kanadier-Einer sowie – Zweier aus der Tschechei eingeführt.

Durch verbesserte Trainingsbedingungen und Können der Sportler wurden die Wettkampfregeln 1966 geändert, u.a. die Längen neu festgelegt und die Bewertungen präzisiert. 1971 hatten sich die Regeln erneut geändert. Die Torbreite musste mindestens 1,20 m betragen. Die Strafpunkte wurden bei nicht Befahren eines Tores auf 50 Punkte reduziert.

1972 zu den Olympischen Spielen in München wurden erstmalig auf dem künstlichen Slalomkanal in Augsburg in 4 Disziplinen Medaillen vergeben. Im Vorfeld der Olympiade wurde in Zwickau ein ähnlicher Kanal gebaut.

Um die sportliche Attraktivität zu steigern, wurde 1986 die Wettkampfordnung neu verfasst. Grundsätzlich hatte sich die Markierung der Torstäbe geändert. Die Abwärtstore werden mit den grünweißen und die Aufwärtstore mit den rotweißen Stangen ausgehängt. Die Befahrung kann vor- oder rückwärts erfolgen, die Fahrtrichtung ist vorgeschrieben. Die Berührung eines oder beider Torstäbe wird mit 5 Punkten bestraft. In den neunziger Jahren wurden die Strafpunkte für die Berührung der Stange auf 2 Punkte angepasst. Es wurden nun die Zeiten beider Läufe zusammengezählt und die Startreihenfolge so geregelt, dass im zweiten Lauf der Sportler mit der schlechtesten Zeit des 1.Laufes als erster startet.

Gegenwärtig löst die Freigabe der Bootslängen Diskussionen in den Kanuvereinen aus.