Gastpaddlerin zur Langstreckenregatta auf der Bleilochtalsperre im Team Draco Jenensis
Liebes Draco Jenensis Team,
nun will ich mich endlich melden und Eich meine Eindrücke vom Langstrecken-rennen auf der Bleilochtalsperre übermitteln.
Wie Ihr ja wisst, hatten wir das erste Mal im Frühjahr dieses Jahres über das Rennen gesprochen und ich hatte Euch meine Bereitschaft erklärt, als Gast-paddler mitzufahren, sofern noch ein Platz bei Euch im Boot frei und der Bedarf da wäre. Erst danach hatte ich mir die Bilder und den Kommentar des Rennes aus 2009 angeschaut und darüber war ich so begeistert, dass für mich klar war: an diesem Rennen möchte ich unbedingt teilnehmen! Und darauf habe ich mich dann ein halbes Jahr gefreut und natürlich auch mein Heimtraining mit auf dieses Langstreckenrennen ausgerichtet, zumal ich noch nie ein Rennen über diese Distanz gefahren war. Meine Freude war daher groß, als Eure Zusage kam, dass ich bei Euch, den „Draco Jenensis“, als Gast beim 2. Langstreckenrennen auf der Bleilochtalsperre mitfahren darf! Vorher konnte ich ja noch zweimal mit Euch trainieren und hatte am Mittwochtraining vor dem Rennen ein richtig gutes Bauchgefühl. Die positive Entwicklung des Teams seit dem Frühjahr 2010 war unverkennbar und so war doch Eure und meine Hoffnung groß, dass wir beim 2. Rennen nicht mehr das Boot mit der „roten Laterne“ sein würden. Aber, wie würde das Rennen nun selbst verlaufen? Die Spannung und die Vorfreude stiegen mit jedem Tag…
Nun weiß ich ja schon, dass Thüringen mehr zu bieten hat als Rostbratwürste, Klöße und den größten Stausee der Republik, aber was dann am Wochenende passierte, übertraf alle meine Erwartungen und ist kaum mit Worten zu beschreiben: es gab ein superspannendes Rennen mit hochmotivierten Teams und packenden Zweikämpfen um die Positionen. Und in der Startphase, als alle Boote gleichzeitig mit einem Massenstart ins Rennen gingen, lag das Adrenalin doch förmlich in der Luft! Toll fand ich auch die liebevolle Organisation und dass die Mannschaft mit den meisten Frauen an Bord einen extra Preis und das zuletzt einkommende Boot einen Trostpreis bekam. Und, nicht zuletzt, die Kulisse am „Thüringer Meer“ ist einfach traumhaft und das Wetter spielte auch phantastisch mit! Aber, am Allerschönsten war der 6. Platz für unser Team! Ein Riesenkompliment an die Mannschaft, die ihr Herz in beide Hände nahm und das flotte Tempo nach der Startphase mitging, sich nicht abhängen ließ und während des Rennens noch Mannschaften überholen konnte. Das war ein richtig kleiner Sieg, auch wenn es „nur“ Platz 6 bei 12 teilnehmenden Booten war, und sollte sehr viel Mut für die Zukunft machen! Vielen herzlichen Dank daher an Euch, dass ich bei Euch mitfahren durfte, vielen herzlichen Dank für dieses tolle Event! Alles, alles Gute für die Zukunft und ich wünsche Euch viele weitere sportliche Erfolge! Ich hoffe, dass im nächsten Jahr noch mehr Teams an diesem einmaligen Rennen teilnehmen werden und dass sich sogar ein Team aus dem Land Brandenburg erstmalig anmeldet. Die Werbetrommel habe ich jedenfalls bei meinen Heimatteams schon kräftig in Bewegung gesetzt…
Alles Liebe und Gute für Euch, und noch einmal vielen, vielen herzlichen Dank für dieses einzigartige Erlebnis,
Carla aus der Fontanestadt Neuruppin




