Kanu - Polo
Einführung
Zehn Kanuten sprinten über die Saale, Wasser spritzt, Paddel wirbeln. Alles jagt einem gelben Ball hinterher. Es ist nicht zu übersehen, das Kanupolo-Fieber ist ausgebrochen. Kanupolo, das ist das Mannschaftsspiel des Kanusports. Ziel der Teams ist es, den Ball in einem zwei Meter über dem Wasser angebrachten Tor zu versenken. Dabei darf der Ball sowohl mit der Hand als auch mit dem Paddel gespielt werden. Kanu-Polo liegt im Trend. Bundesweit wird der Sport bereits von über 100 Vereinen betrieben, seit 2008 auch in Jena. Der Zuspruch war dabei von Beginn an hervorragend. Kanupolo bietet beste Möglichkeiten, sich so richtig auszupowern. Das schnelle Ballspiel fordert und fördert Schnellkraft, aber auch Ausdauer und Kondition. Dabei spielt jeder im Rahmen seiner persönlichen Leistungsfähigkeit und wird maximal gefordert. Gleichzeitig das Boot zu kontrollieren, Spieler und Gegenspieler im Auge zu behalten und den Ball unter Kontrolle zu halten erfordert darüber hinaus eine Menge Koordinationsfähigkeit und Gleichgewichtssinn. Natürlich sind auch taktische Überlegungen Kern des Spiels. Nur gute Übersicht, Teamfähigkeit und gutes Zusammenspiel garantieren beim Kanupolo den sportlichen Erfolg.
Kanupolo in Jena
Kanupolo in Jena, eine kurze aber sehr erfolgreiche Geschichte. Erst vor wenigen Jahren haben bei uns ein paar Wildwasser-Kanuten angefangen, das Training auf der Saale mit Ballspielen ein wenig aufzulockern. Mittlerweile ist Kanupolo fester Bestandteil unserer Aktivitäten und hat eine treue Anhängerschaft, auch aus anderen Kanuvereinen in Jena. Dabei kommen alle Spieler aus dem Bereich des Wildwasser-Kanusports. Dementsprechend wird Kanupolo bei uns absolut nicht verbissen gesehen und rein spaßorientiert betrieben. Eine erste Turnierteilnahme in diesem Jahr, sowie unser erstes eigenes Funturnier im August 2011 haben aber bei vielen Beteiligten Lust auf mehr geweckt, so dass Turniere im nächsten Jahr schon fest eingeplant sind.
Voraussetzungen Solltet ihr Interesse haben, Kanupolo einmal auszuprobieren, so seid ihr bei uns jederzeit herzlich eingeladen. Gewisse Grundlagen solltet ihr allerdings mitbringen, bevor ihr euch mit uns ins Getümmel stürzt. Fortgeschrittene Techniken wie z.B. Eskimotieren sind absolut nicht notwendig, aber eine grundlegende Beherrschung des Kajaks und sicheres Aussteigen sollten kein Problem sein. Keine Sorge, in unseren Wildwasser-Trainingsgruppen sind die nötigen Voraussetzungen in wenigen Wochen gelegt.
Die Spielregeln
Kanu-Polo wird auf einem Spielfeld von 23x35 m gespielt. An den kurzen Seiten des Feldes befinden sich jeweils Tore in zwei Meter Höhe. Jede Mannschaft besteht aus fünf Spielern und Ersatzspielern, die jederzeit eingewechselt werden dürfen. Der Spielball darf mit der Hand geworfen werden oder mit dem Paddel geschlenzt werden. Ein Spieler darf den Ball nie länger als 5 Sekunden in seiner Kontrolle halten, dann muss er weitergespielt werden, oder ein Torwurf erfolgen. Bei Turnieren beträgt die normale Spielzeit 2 x 10 Minuten.
Beim Kanupolo gibt es keinen festen Torwart. Derjenige Spieler, der direkt unter dem zu verteidigenden Tor liegt und sein Paddel hochhält wird automatisch Torwart. Dieser Spieler darf von gegnerischen Spielern weder attackiert, noch berührt werden. Ansonsten ist Kanupolo ein Spiel mit ausgeprägtem Körper- bzw. in diesem Fall Bootskontakt. So darf der Spieler im Ballbesitz von den Gegnern z.B. „geschickt“ werden. Selbstverständlich haben hier die Regeln des Fair Plays Vorrang. Wer sich unsicher fühlt und nicht geschubst werden will kündigt dies vor Spielbeginn an und jeder wird sich an solche Absprachen halten. Die Regeln verbieten darüber hinaus eine Reihe von Aktionen, die zur Gefährdung der Spieler führen könnten. So ist es z.B. verboten, durch den Einsatz des Paddels oder hartes Anfahren auf ein gegnerisches Boot, einen Spieler zu gefährden.





