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6 Niederlagen beim Rostocker Kanupolo-Funturnier

Sebastian Jung Mittwoch, der 06. Juli 2016



Archivbild - die wichtigsten Spieler fehlen!

8 Polospieler*innen vertraten am letzten Wochenende den Jenaer Kanu- und Ruderverein auf dem 11. Rostocker Poloturnier auf der Warnow in Rostock und konnten wegen großer Konkurrenz relativ wenig Erfolge erzielen. Im vergangenen Jahr waren unsere tapferen Recken aus Jena noch im B-Turnier angetreten und konnten sich dort den zweiten Platz erspielen.

Obwohl der Relegations- und Aufstiegsplatz somit 2015 verfehlt wurde, führte eine drastische Fehleinschätzung des eigenen Leistungsvermögens und einige spitze Bemerkungen an unseren als "B-Frank" titulierten Teamchef beim Leipziger Turnier zu einer folgenschweren Entscheidung und einer darauf folgenden Meldung der Jenaer Mannschaft für das A-Turnier in Rostock.

Trotz des hochkarätigen Sportgeschehens in der norddeutschen Metropole konnten die Ereignisse in der überregionalen Medienlandschaft keinen besonderen Eindruck hinterlassen. Ungerechtfertigterweise wurde das Treiben an der Warnow durch anhaltende Berichterstattung über die Fußballeuropameisterschaft überschattet. Eben diese wurde im Vorfeld des Turniers auch von den Jenaer Spielern intensiv verfolgt. Taktische Analysen und Verhaltensstudien der Mannschaften sollten dabei die entscheidenden Hinweise für die Siegstrategie bringen.

Ein Teil der Mannschaft reiste aufgrund dessen bereits im Vorfeld des Turniers für einige beschauliche Tage an die Ostsee.  Dies geschah im Bemühen, den Effekt von Regenerationstagen am Pool im französischen Evian der deutschen Fußballnationalmannschaft bestmöglich zu kopieren und perfekt vorbereitet den sportlichen Herausforderungen des Wochenendes begegnen zu können.

Weitergehend wurde beschieden, dass aufgrund frappierender Parallelen zwischen Jenaer Spieltugenden und dem Auftreten der isländischen Nationalmannschaft (zweifelhaftes Spielvermögen, großer Einsatz, geniale Fans) eben diese Mannschaft als Vorbild und deren Spiel zu kopieren sei. Fazit: Wir brauchen Männer und Frauen mit Bärten (es wird mixed gespielt).

Und so fand sich am späteren Freitag Abend dann die versammelte Jenaer Kanupolo-Elite, namentlich Bastison, Benson, Mühson, Grøbison, Steffenson, Witzlackson, Katreindóttir und Carinadóttir einschließlich umfänglichem Fananhang aus dem familiären Umfeld am Flussbad in Rostock ein.

Das bescheidene Wetter des Wochendes hatte eine recht psositive Nebenwirkung, das Flussbad war mangels Besucherandrang geschlossen und die Turnierveranstalter konnten durchgehend die komplette Wasserfläche für Spiele auf zwei Spielfeldern nutzen. In der Folge hatte das Jenaer Team die Möglichkeit, die Niederlagen auf vollen 2x10 Minuten auszukosten, dem Gegner genügend Zeit für Angriffe und Konter zu gewähren und gleichzeitig eine beachtlich Menge eigener 100%iger Torchancen ungenutzt zu lassen.

Es war selbstverständlich Licht im Schatten zu erkennen. Es wurde sogar eines von insgesamt 7 Spielen des Turnieres gewonnen. Dabei wurde für dieses Spiel bewußt eine weitgehend folgenlose Begegnung der Vorrunde gewählt, um den Kampf um die rote Laterne nicht zu gefährden.

Erfolgreich auf dem letzten Platz angekommen durfte das Jenaer Team dann noch im Relegationsspiel gegen den Sieger des B-Turniers antreten. Durch diese Begegnung gegen eine Dänische Jugendmannschaft konnte das Polpo-Team nun auch noch seine internationale Qualität unter Beweis stellen - zumindest fast. Nachdem es auch nach Verlängerung unentschieden stand ging das anschließende Penaltywerfen nicht ganz so glücklich aus. Glücklicherweise konnte der Schuldige unmittelbar in Form des Schiedsrichters und dessen fatalen Fehlleistung beim Entscheidungswerfen gefunden werden, somit war die Mannschaft entlastet und konnte sich dem Packen der Zelte widmen.

Kudos an unsere Neulinge in der Mannschaft, sie haben sich wacker geschlagen!!! Ungeachtet der Ergebnisse haben wir phasenweise recht schönes Polospiel geboten und waren bei Weitem nicht chancenlos. Wieder einmal sind wir mit vielen neuen Ideen und Anregungen nach Hause gefahren, dass die Lernkurve in einem starken Teilnehmerfeld steil nach oben zeigt versteht sich von selbst. Wir werden es nun sicher regelmäßig mit den "großen Jungs" im A-Turnier aufnehmen (wollen).

Vielen Dank an die Veranstalter, die wieder einmal ein schönes Turnier in perfekter Kulisse geboten haben.

Links: kanupolo-rostock.de
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